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French-Open-Fahrplan Die Topspiele am Dienstag im Überblick

May 26, 2026  Twila Rosenbaum  8 views
French-Open-Fahrplan
                    Die Topspiele am Dienstag im Überblick

Der dritte Tag der French Open in Paris steht in den Startlöchern. Es ist gleichzeitig der letzte Tag der ersten Runde im Einzel – danach wird das Feld kleiner und die Spannung steigt. Dienstag, der 26. Mai 2026, bietet ein hochkarätiges Programm mit vielen deutschen Beteiligungen und den ersten Auftritten der beiden Topgesetzten. Auf dem Court Philippe Chatrier eröffnet die Weltranglistenerste der Damen, Aryna Sabalenka, um 12 Uhr den Tag. Die Belarussin trifft auf die Spanierin Jessica Bouzas Maneiro, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hat. Sabalenka, die in diesem Jahr bereits die Australian Open gewann, geht als klare Favoritin in die Partie. Doch Bouzas Maneiro ist keine unbekannte Größe: Sie gewann 2024 ein WTA-Turnier in Bogotá und hat ihr Können auf Sand bereits unter Beweis gestellt. Dennoch wird erwartet, dass Sabalenka mit ihrer explosiven Grundschlagtechnik und ihrer körperlichen Dominanz schnell die Oberhand gewinnen wird.

Direkt im Anschluss steht auf demselben Court eine Partie der Extraklasse an: Die beiden US-Amerikanerinnen Coco Gauff, Nummer vier der Setzliste, und Taylor Townsend duellieren sich. Gauff, die 2023 die US Open gewann und 2024 das Halbfinale der French Open erreichte, hat in diesem Jahr noch nicht an ihre besten Leistungen anknüpfen können, aber auf Sand gehört sie zu den gefährlichsten Spielerinnen. Townsend hingegen ist für ihre variable Spielweise und ihre starke Vorhand bekannt. Die beiden kennen sich aus dem amerikanischen Nachwuchs und haben bereits mehrere enge Matches gegeneinander bestritten. Dieses Aufeinandertreffen verspricht viel Tennis-Kunst und könnte eine der besten Partien der ersten Runde werden.

Den Abschluss des Tages auf dem Chatrier bildet die Night Session um 20:15 Uhr mit dem topgesetzten Herren Jannik Sinner. Der Italiener, der 2024 die Australian Open und 2025 die US Open gewann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der komplettesten Spieler der Tour entwickelt. Sein Gegner ist der Wildcard-Inhaber und Lokalmatador Clement Tabur, ein 23-jähriger Franzose, der in der Weltrangliste außerhalb der Top 200 steht. Für Tabur ist es die erste Teilnahme am Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers – ein echter Karrierehöhepunkt. Sinner wird der große Favorit sein, doch Tabur kann auf die Unterstützung des heimischen Publikums zählen. Die Atmosphäre auf dem Chatrier unter Flutlicht ist legendär, und die Franzosen werden ihren Landsmann lautstark anfeuern. Sinner muss von Beginn an konzentriert sein, um keine Überraschung zuzulassen.

Parallel zu den großen Namen auf dem Hauptplatz wird es auf den Nebenplätzen ebenfalls hoch hergehen. Besonders im Fokus der deutschen Tennis-Fans stehen drei schwierige Aufgaben: Laura Siegemund, Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff – alle drei haben es mit gesetzten oder ehemaligen Grand-Slam-Siegerinnen zu tun.

Laura Siegemund gegen Naomi Osaka: Ein Duell mit Geschichte

Auf dem Court Suzanne Lenglen, dem zweitgrößten Stadion in Roland Garros, trifft die deutsche Doppel-Spezialistin Laura Siegemund ab etwa 13 Uhr auf die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka. Osaka, die in ihrer Karriere bereits zweimal die Australian Open und zweimal die US Open gewann, sucht auf Sandplätzen noch immer nach ihrer Bestform. In Paris kam sie nie über die dritte Runde hinaus – das liegt vor allem an ihrem aggressiven Spielstil, der auf dem langsamen Sand nicht immer aufgeht. Siegemund, die 2020 die US Open im Mixed gewann und 2024 im Doppel der French Open triumphierte, ist eine ausgebuffte Sandplatzspielerin. Sie variiert das Spiel mit Slice-Stoppbällen, langen Rallyes und cleverem Netzspiel. Chancenlos ist Siegemund daher ganz und gar nicht. Die beiden standen sich bereits zweimal gegenüber: 2021 in Melbourne gewann Osaka in zwei Sätzen, 2024 in Rom konnte Siegemund überraschend in drei Sätzen siegen. Die Partie verspricht also eine Neuauflage dieses Kräftemessens. Für Siegemund, die mittlerweile 37 Jahre alt ist, könnte es eine der letzten großen Chancen sein, bei einem Grand-Slam-Turnier für Furore zu sorgen. Sie wird alles geben, um Osaka ein weiteres Mal zu bezwingen.

Daniel Altmaier gegen Felix Auger-Aliassime: Der Kanadier als harte Prüfung

Ebenfalls auf dem Court Suzanne Lenglen, und zwar als letzte Partie des Tages, steht Daniel Altmaier vor einer Mammutaufgabe. Der 26-jährige Deutsche trifft auf den Kanadier Felix Auger-Aliassime, der an Position vier der Setzliste steht. Auger-Aliassime, der 2024 das Finale der Australian Open erreichte und 2025 die US Open gewann, ist einer der konstantesten Spieler der Tour. Seine Aufschlagstärke und seine Vorhand gehören zu den gefährlichsten Waffen im Tennis. Altmaier hingegen hat in Paris bereits gezeigt, dass er an guten Tagen Topspieler schlagen kann: 2020 bezwang er in der ersten Runde den damaligen Weltranglistensiebten Matteo Berrettini, und 2023 erreichte er das Achtelfinale in Roland Garros. Sein Spiel ist geprägt von einem soliden Grundlinienspiel und einer guten Beinarbeit auf Sand. Die Aufgabe gegen Auger-Aliassime ist jedoch eine der schwersten, die es gibt. Der Kanadier ist auf Sand stark verbessert und wird Altmaier kaum Zeit lassen. Altmaier muss sein bestes Tennis abrufen, um den Favoriten zu fordern. Ein Sieg wäre eine riesige Überraschung, aber im Tennis ist bekanntlich alles möglich.

Jan-Lennard Struff gegen Alexander Bublik: Das Duell der Schlagkünstler

Auf Court 14 trifft Jan-Lennard Struff im dritten Spiel des Tages auf Alexander Bublik aus Kasachstan. Bublik, an Position neun gesetzt, ist bekannt für seine wilde, unberechenbare Spielweise. Er variiert Aufschläge, spielt Stoppbälle aus allen Lagen und bringt seine Gegner mit unkonventionellen Schlägen zur Verzweiflung. Auf Sand fühlt er sich allerdings etwas unwohl – seine beste Oberfläche ist Hartplatz. Struff hingegen, mit 35 Jahren einer der erfahrensten deutschen Spieler, hat sich in den letzten Jahren auf Sand kontinuierlich verbessert. Er erreichte 2024 das Halbfinale in München und schlug in diesem Jahr bereits Top-10-Spieler wie Holger Rune in Monte Carlo. Seine kraftvolle Vorhand und sein verbesserter Aufschlag machen ihn zu einem gefährlichen Gegner für jeden. Bublik ist zwar der höher gesetzte Spieler, aber auf Sand könnte Struff durchaus die Oberhand behalten. Entscheidend wird sein, ob Struff das Tempo von Bubliks unorthodoxem Spiel kontrollieren kann. Wenn er es schafft, sein eigenes Spiel durchzuziehen, hat er gute Chancen auf den Einzug in die zweite Runde.

Weitere Begegnungen am Dienstag

Neben diesen drei deutschen Matches gibt es am Dienstag noch zahlreiche weitere interessante Partien. Auf dem Court Simonne Mathieu trifft die an Nummer drei gesetzte Elena Rybakina auf die Qualifikantin Sára Bejlek. Rybakina, Wimbledon-Siegerin von 2022 und Australian-Open-Finalistin 2023, ist auf Sand nicht immer sattelfest, aber dennoch haushohe Favoritin. Bei den Herren spielt der an Nummer zwei gesetzte Carlos Alcaraz auf dem Court Philippe Chatrier am Nachmittag gegen den Franzosen Arthur Fils – eine schwere Aufgabe für den Spanier, da Fils von heimischem Publikum getragen wird. Auch die an Nummer fünf gesetzte Jessica Pegula, die an Nummer sechs gesetzte Ons Jabeur und der an Nummer drei gesetzte Novak Djokovic geben sich am Dienstag die Ehre. Djokovic, der in Paris bereits dreimal triumphierte (2016, 2021, 2023), trifft auf den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo, der sich durch die Qualifikation kämpfte. Djokovic ist trotz seiner 39 Jahre noch immer einer der Top-Favoriten auf den Turniersieg. Sein Spiel ist auf Sand nahezu unantastbar, vor allem in den frühen Runden.

Die French Open sind bekannt für ihre lange Tradition und das besondere rote Sandplatz-Spiel. Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das auf Sand ausgetragen wird, und es stellt die Spieler vor besondere Herausforderungen: die langen Ballwechsel, die tiefe Beinarbeit, die taktischen Finessen. Für viele Spieler ist das Turnier der Höhepunkt des Jahres. In diesem Jahr gibt es einige Überraschungskandidaten, aber auch die großen Namen sind in bestechender Form. Der Dienstag bietet eine Fülle an hochklassigem Tennis – von den deutschen Hoffnungsträgern bis hin zu den absoluten Weltstars. Es bleibt abzuwarten, wer sich durchsetzen kann und wer die erste Hürde nicht überwindet. Eines ist sicher: Die Zuschauer in Paris und am Bildschirm werden bestens unterhalten werden.


Source: sportschau.de News


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