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Heute Abend streamen: Das größte Fantasy-Epos mit Emma Watson, das nichts mit Harry Potter zu tun hat, gibt's bei Disney+

May 31, 2026  Twila Rosenbaum  9 views
Heute Abend streamen: Das größte Fantasy-Epos mit Emma Watson, das nichts mit Harry Potter zu tun hat, gibt's bei Disney+

Emma Watson ist vielen als Hermine Granger aus den Harry-Potter-Filmen bekannt. Doch die britische Schauspielerin hat noch weit mehr zu bieten. Eines ihrer beeindruckendsten Werke ist das Disney-Real-Remake von „Die Schöne und das Biest“, das aktuell auf Disney+ gestreamt werden kann. Der Film erschien 2017 und war ein riesiger kommerzieller Erfolg – allein an den Kinokassen spielte er über 1,2 Milliarden US-Dollar ein. Damit ist es einer der erfolgreichsten Fantasyfilme der letzten Jahre, der nichts mit der Zauberwelt von Harry Potter zu tun hat.

Die Handlung: Eine zeitlose Liebesgeschichte

Die Geschichte ist den meisten bekannt: Die junge Belle (Emma Watson) lebt in einem kleinen französischen Dorf und sehnt sich nach Abenteuern und mehr als dem Alltagstrott. Sie wird von dem eingebildeten Jäger Gaston (Luke Evans) umworben, den sie jedoch abweist. Stattdessen gerät ihr Vater Maurice (Kevin Kline) in die Gefangenschaft eines furchterregenden Biests (Dan Stevens), das unter einem Fluch lebt. Belle opfert sich und tritt an ihres Vaters Stelle. Im Schloss des Biests lernt sie die verzauberten Diener kennen – eine sprechende Teekanne (Emma Thompson), einen Kerzenleuchter (Ewan McGregor), eine Standuhr (Ian McKellen) und andere. Nach und nach freundet sie sich mit dem Biest an und erkennt das liebende Wesen unter der monströsen Hülle. Nur die wahre Liebe kann den Fluch brechen.

Der Film bleibt der Zeichentrick-Vorlage von 1991 treu, fügt aber neue musikalische Nummern und tiefere Charaktermomente hinzu. So wird beispielsweise die Vergangenheit von Belles Mutter beleuchtet, die im Original nicht vorkam. Auch das Biest erhält mehr Hintergrundgeschichte, etwa dass er als Prinz von den Bewohnern des Schlosses aufgrund seines egoistischen Verhaltens gefürchtet wurde.

Emma Watson: Von der Zauberweltschülerin zur Märchenheldin

Emma Watson begann ihre Karriere als Kind mit der Rolle der Hermine Granger in der Harry-Potter-Reihe. Nach dem Ende der Filmserie 2011 suchte sie gezielt nach Rollen, die von der Zauberwelt wegführen. Sie spielte in „Noah“ (2014) und in „Little Women“ (2019) sowie in Filmen wie „The Bling Ring“ (2013). Die Rolle der Belle in „Die Schöne und das Biest“ war für Watson eine Herzensangelegenheit, da sie die starke, unabhängige und belesene Figur ideal widerspiegelt. Sie war selbst an der Auswahl der Kostüme und der Entwicklung des Charakters beteiligt. Ursprünglich sollte sie jedoch in einer völlig anderen Version des Märchens mitspielen: Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro hatte ein düsteres Fantasy-Projekt namens „Beauty“ geplant, das ebenfalls auf demselben Stoff basieren sollte. Die Produktion kam jedoch nie zustande, und Watson entschied sich für die Disney-Verfilmung.

Bemerkenswert ist auch, dass Watson für ihre Gesangsleistung in dem Film viel Lob erhielt. Sie nahm sämtliche Gesangsparts selbst auf, während in der Zeichentrickversion noch eine professionelle Sängerin die Stimme von Belle lieferte. Ihre Performance des Titelsongs „Die Schöne und das Biest“ wurde zu einem der meistgestreamten Disney-Songs auf Plattformen wie Spotify.

Die Produktion: Aufwändige Umsetzung und Special Effects

Disney investierte rund 160 Millionen US-Dollar in das Real-Remake. Ein Großteil des Budgets floss in die hochwertigen computergenerierten Effekte, insbesondere die Darstellung des Biests, das von Dan Stevens per Motion-Capture gespielt wurde. Die Schauspieler auf Schloss Belle spielten vor grünen Leinwänden, um später mit den digitalen Umgebungen kombiniert zu werden. Die Kostüme wurden aufwendig gestaltet; Belles berühmtes gelbes Ballkleid wog allein über 18 Kilogramm und bestand aus mehreren Lagen Stoff und Verzierungen. Für die Szenen im Schloss wurden detailreiche Modelle gebaut – der Ballsaal war sogar original nach der Zeichentrickvorlage gestaltet.

Regie führte Bill Condon („Dreamgirls“, „Twilight – Bis(s) zum Ende der Nacht“). Er legte Wert darauf, die Magie des Originals einzufangen und gleichzeitig eine moderne Note einzubringen. So ist die Figur der Belle weniger passiv als im Original – sie erfindet beispielsweise eine Waschmaschine und liest nicht nur, sondern unterrichtet sogar ein kleines Mädchen im Lesen. Diese feministische Interpretation kam bei Kritikern gut an.

Rezeption und Einfluss

Die Filmkritiken fielen weitgehend positiv aus. Auf Rotten Tomatoes erhielt der Film eine Zustimmungsrate von 71 %, basierend auf über 350 Rezensionen. Gelobt wurden insbesondere die darstellerischen Leistungen von Emma Watson und Luke Evans (Gaston) sowie die musikalische Untermalung von Alan Menken. Der Soundtrack erreichte in den USA Platz 1 der Billboard-Charts. In Deutschland sahen über drei Millionen Zuschauer den Film im Kino, was ihn zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2017 machte.

Interessant ist auch die Parallele zu Harry Potter: Emma Watson spielte in beiden Welten eine starke, intelligente weibliche Hauptfigur. Während Hermine Granger für ihre Klugheit und ihren Mut bekannt ist, steht Belle für Lesefreude und Unabhängigkeit. Watson selbst betonte in Interviews, dass sie beide Rollen als feministische Ikonen betrachtet.

Streaming auf Disney+ und Alternativen

Derzeit kann „Die Schöne und das Biest“ mit einem Abonnement von Disney+ gestreamt werden. Der Dienst bietet den Film in High Definition und teilweise in 4K sowie mit deutschem Ton und Untertiteln an. Daneben ist der Titel auch auf anderen Plattformen wie Amazon Prime Video oder Apple TV kostenpflichtig erhältlich (als Kauf oder Leihe). Wer die traditionelle Animationsfassung bevorzugt, findet auch den Zeichentrickfilm von 1991 auf Disney+ – ein Vergleich der beiden Versionen lohnt sich.

Emma Watson hat im Laufe ihrer Karriere gezeigt, dass sie weit mehr als nur die Hexe von Hogwarts ist. „Die Schöne und das Biest“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein klassischer Disney-Stoff mit einer modernen Heldin neu interpretiert werden kann. Fans von Fantasyromanzen und opulenten Musical-Elementen kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte die Gelegenheit nutzen, ihn jetzt auf Disney+ zu streamen.


Source: moviepilot.de News


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