Jahrelang kursierte im Internet die Behauptung, Margot Robbie (35) stamme aus Dalby – einem kleinen Ort in Queensland, Australien. Jetzt hat die Schauspielerin in einem Interview mit dem britischen Radiosender Magic FM Klarheit geschaffen: „Im Internet wurde mein Geburtsort die ganze Zeit falsch angegeben“, so Margot. „Es heißt, ich wurde in Dalby geboren, was der Ort ist, aus dem meine Familie stammt – aber das stimmt nicht“, klärte sie auf. Tatsächlich wurde die Schauspielerin an der Gold Coast geboren, einer der bekanntesten Küstenstädte Australiens.
Ein Missverständnis mit langer Tradition
Das Gerücht hielt sich über Jahre hinweg, obwohl Robbie selbst bereits 2014 in der Talkshow „Jimmy Kimmel Live!“ davon sprach, dass ihre Familie aus Dalby kommt. Damals schilderte sie humorvoll, wie das Leben dort einen ganz eigenen Rhythmus hat – und dass die Eröffnung einer Filialkette dort ein echtes Großereignis für die Gemeinde war. „Meine Familie kommt aus einem kleinen Städtchen namens Dalby, das drei Stunden ins Landesinnere liegt“, erklärte sie damals. Dieser Satz wurde offenbar von vielen als ihre eigene Herkunft interpretiert, dabei bezog sie sich nur auf ihre familiären Wurzeln. Die Gold Coast, an der sie tatsächlich geboren wurde, ist ein weltweit bekanntes Touristenziel mit kilometerlangen Stränden, einem lebhaften Nachtleben und einer florierenden Filmindustrie – ganz anders als das ländliche Dalby. Dabei ist Dalby selbst eine freundliche Kleinstadt mit rund 12.000 Einwohnern, etwa 260 Kilometer von der Küste entfernt. Margot Robbie wuchs dort größtenteils auf und besuchte die örtliche Schule, bevor sie ihre Schauspielkarriere startete. Ihre Eltern, ein Farmer und eine Physiotherapeutin, leben heute noch in der Region. Diese enge Verbundenheit mit dem australischen Outback prägt bis heute ihr Leben und ihre Arbeit.
Karrierebeginn in Down Under
Margot Robbies Karriere begann nicht in Hollywood, sondern in Australien. Nach ihrem Schulabschluss zog sie nach Melbourne, wo sie sich ersten Schauspielrollen widmete. Ihren Durchbruch im australischen Fernsehen feierte sie mit der Rolle der Donna Freedman in der Kult-Seifenoper „Neighbours“ (Nachbarn). Die Serie, die seit 1985 ausgestrahlt wird, war schon für viele australische Stars wie Kylie Minogue, Guy Pearce oder Delta Goodrem ein Sprungbrett. Robbie spielte die Rolle von 2008 bis 2010 und gewann dabei nicht nur nationale Bekanntheit, sondern auch wichtige schauspielerische Erfahrungen. „Neighbours ist wie eine Schauspielschule – man lernt, schnell zu denken und unter Druck zu arbeiten“, sagte sie einmal in einem Interview. Nach ihrem Ausstieg aus der Serie zog sie 2011 in die Vereinigten Staaten, um international Fuß zu fassen. Doch der Weg war nicht einfach: Sie musste Vorsprechen absolvieren und sich gegen zahlreiche andere Schauspielerinnen durchsetzen. Ihr erstes größeres US-Engagement war die kleine Rolle in der Fernsehserie „Pan Am“ (2011), die allerdings nach einer Staffel eingestellt wurde. Dennoch blieb sie dran und landete schließlich den großen Coup.
Der Durchbruch mit „The Wolf of Wall Street“
Ihr internationaler Durchbruch gelang Margot Robbie 2013 mit Martin Scorseses Film „The Wolf of Wall Street“. Neben Leonardo DiCaprio spielte sie die Rolle der Naomi Lapaglia, der glamourösen Ehefrau des Börsenmaklers Jordan Belfort. Ihre schauspielerische Leistung und vor allem ihre markante australische Aussprache blieben dem Publikum im Gedächtnis. Der Film wurde ein weltweiter Erfolg und spielte über 392 Millionen US-Dollar ein. Robbie erhielt für ihre Rolle positive Kritiken und wurde unter anderem für den MTV Movie Award in der Kategorie „Best Breakthrough Performance“ nominiert. Dieser Erfolg öffnete ihr die Türen nach Hollywood. In den folgenden Jahren spielte sie in einer Reihe erfolgreicher Filme mit, darunter „Focus“ (2015) mit Will Smith, „Suicide Squad“ (2016) als Harley Quinn, „I, Tonya“ (2017), für den sie eine Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt, und „Once Upon a Time in Hollywood“ (2019) von Quentin Tarantino. Besonders hervorzuheben ist ihre Darstellung der Tonya Harding in „I, Tonya“, die ihr viel Lob und eine Oscar-Nominierung einbrachte. Sie verkörperte die umstrittene Eiskunstläuferin mit einer solchen Intensität, dass viele Kritiker sie als eine der besten Leistungen des Jahres bezeichneten. Seitdem ist sie aus der ersten Riege Hollywoods nicht mehr wegzudenken.
Eine Schauspielerin mit Produktionsambitionen
Neben der Schauspielerei hat Margot Robbie auch hinter der Kamera Karriere gemacht. 2014 gründete sie die Produktionsfirma LuckyChap Entertainment, die sich auf Geschichten von und über Frauen konzentriert. Die Firma produzierte unter anderem den preisgekrönten Film „I, Tonya“ sowie „Promising Young Woman“ (2020) und „Barbie“ (2023), bei dem Robbie auch die Hauptrolle spielte und der zum erfolgreichsten Film des Jahres wurde. Mit LuckyChap möchte sie mehr weibliche Perspektiven in die Filmindustrie bringen. „Es geht nicht nur darum, Frauen vor der Kamera zu sehen, sondern auch darum, dass sie hinter der Kamera die Kontrolle haben“, erklärte sie in einem Interview. Die Firma hat sich inzwischen einen exzellenten Ruf erarbeitet und arbeitet an vielen weiteren Projekten, darunter eine Neuverfilmung von „Wuthering Heights“ (Sturmhöhe) mit Emerald Fennell als Regisseurin – ein weiteres Zeichen für Robbies Engagement für innovative und feministische Filme. Sie ist nicht nur eine gefeierte Schauspielerin, sondern auch eine kluge Geschäftsfrau, die ihre Karriere strategisch plant.
Verbundenheit mit Australien trotz Hollywood
Trotz ihres Lebens in Los Angeles betont Margot Robbie regelmäßig, wie sehr sie ihre Heimat vermisst. In der australischen „Today Show“ schwärmte sie einmal davon, wie schön es sei, ihren Namen mit australischem Akzent zu hören – denn in den USA würde ihr Name oft falsch ausgesprochen. „Ich spreche immer über Australien mit allen, mit denen ich arbeite“, sagte sie. Sie lässt immer wieder australische Elemente in ihre Arbeit einfließen, sei es durch den Akzent ihrer Figuren oder durch die Wahl von Geschichten, die in Australien spielen. So spielte sie etwa 2020 in der Miniserie „The Elephant in the Room“ eine australische Journalistin. Zudem drehte sie 2018 den Film „The Terminal“ (Arbeitstitel) in ihrem Heimatland. Robbie unterstützt auch australische Wohltätigkeitsorganisationen und setzt sich für den Umweltschutz in Queensland ein. Sie ist Botschafterin der Organisation „Wildlife Warriors“ von Steve Irwin und engagiert sich aktiv für den Erhalt des Great Barrier Reefs. Diese Verbundenheit zeigt sich auch in ihrem Privatleben: Sie besucht ihre Familie in Dalby mehrmals im Jahr und feiert Weihnachten oft auf der Farm ihrer Eltern. Ihr Mann Tom Ackerley, den sie 2016 heiratete, liebt das Landleben ebenfalls und die beiden besitzen ein Haus in Australien, das sie regelmäßig nutzen. Robbie machte nie einen Hehl daraus, dass sie eines Tages wieder fest nach Australien ziehen möchte – zumindest für eine gewisse Zeit, um ihre Kinder (sie hat zwei Kinder mit Ackerley) in der australischen Kultur aufwachsen zu lassen.
Die Gold Coast – eine Wiege der Stars
Die Gold Coast, an der Margot Robbie tatsächlich geboren wurde, ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch ein aufstrebendes Filmzentrum. Die Region lockt mit Steuervorteilen und malerischen Kulissen immer mehr internationale Produktionen an. Filme wie „Thor: Ragnarok“ (2017) und „Aquaman“ (2018) wurden in den Gold Coast Studios gedreht. Robbie selbst hat mehrfach betont, wie schön die Strände und das Meer dort sind. „Man kann nicht melancholisch sein, wenn man jeden Morgen aufwacht und das Meer sieht“, sagte sie in einem Interview. Die Stadt Dalby hingegen, mit ihrem Outback-Flair und der freundlichen Landbevölkerung, hat Robbie zu einem bodenständigen Menschen gemacht. „In Dalby gibt es keine Hektik. Die Leute kümmern sich umeinander und haben Zeit für ein Gespräch“, erklärte sie. Dieser Kontrast zwischen der glamourösen Gold Coast und der ländlichen Einfachheit Dalbys prägt ihre Persönlichkeit und macht sie zu einer vielseitigen Schauspielerin, die sowohl in dramatischen als auch in komödiantischen Rollen überzeugen kann. Ihr Geburtsort mag falsch im Internet stehen, aber ihre Identität als Australierin mit Wurzeln im Outback ist unbestreitbar. Und vielleicht ist genau diese Mischung aus Küstenflair und Landleben der Grund für ihren einzigartigen Charme, der das Publikum weltweit begeistert.
Das Interview bei Magic FM im Detail
In dem aktuellen Interview mit Magic FM sprach Robbie nicht nur über ihren Geburtsort, sondern auch über ihre aktuelle Arbeit. Sie ist derzeit mit dem Film „Wuthering Heights“ beschäftigt, einer Neuverfilmung des Klassikers von Emily Brontë. Regie führt Emerald Fennell, die bereits mit „Promising Young Woman“ Erfolge feierte. Robbie spielt darin die Rolle der Cathy Earnshaw, eine ihrer anspruchsvollsten Rollen. Der Film soll voraussichtlich 2026 in die Kinos kommen. Auf die Frage nach ihren australischen Wurzeln antwortete sie lachend, dass sie es liebt, wenn man ihren Namen richtig ausspricht. „Manche sagen ‚Mar-GOT‘ statt ‚Mar-GO‘, das klingt seltsam für mich. Aber ich bin es gewohnt, in Hollywood hört man viele Namen falsch“, scherzte sie. Das Interview wurde in London aufgezeichnet, wo sich Robbie derzeit aufhält, um für den Film zu werben. Sie wirkte entspannt und nahbar, ganz anders als das glitzernde Image, das manchmal von ihr gezeichnet wird. Die Moderatoren zeigten sich überrascht von den falschen Angaben im Internet und lobten Robbies Offenheit. „Ich finde, es ist wichtig, solche Dinge richtigzustellen, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Denn wenn Fans einmal falsche Informationen haben, verbreiten sie sich weiter wie ein Lauffeuer“, sagte Robbie. Sie appellierte an die Medien, genauer zu recherchieren, bevor sie über Prominente berichten. Ihr Geburtsort steht inzwischen offiziell auf Wikipedia und anderen Plattformen als Gold Coast, Queensland – aber erst, nachdem ihr Management mehrfach korrigierend eingegriffen hat. Der Kampf gegen Falschinformationen ist für Robbie ein ständiges Thema, das sie nicht nur auf sich selbst bezieht, sondern auch auf gesellschaftliche Missstände. Sie unterstützt Organisationen, die sich für Faktencheck und Medienkompetenz einsetzen, insbesondere in Bezug auf Frauen in der Öffentlichkeit. Denn oft sind es weibliche Prominente, die mit erfundenen oder übertriebenen Geschichten konfrontiert werden.
Vermächtnis und Ausblick
Margot Robbies Klarstellung mag auf den ersten Blick wie eine kleine Korrektur wirken, aber sie zeigt, wie wichtig Authentizität in der heutigen Medienlandschaft ist. Die Schauspielerin hat sich über die Jahre hinweg einen Ruf als ehrliche und unverstellte Person erarbeitet, die sich nicht scheut, Fehlinformationen zu korrigieren. Diese Haltung spiegelt sich auch in ihrer Arbeit wider: Sie sucht sich Rollen aus, die komplexe und vielschichtige Frauen zeigen, und produziert Filme, die gesellschaftliche Tabus brechen. Mit LuckyChap Entertainment hat sie nicht nur sich selbst ein Sprachrohr geschaffen, sondern auch anderen talentierten Frauen den Weg geebnet. Die Zukunft sieht für Robbie rosig aus: Neben dem bereits erwähnten „Wuthering Heights“-Film sind mehrere andere Projekte in Planung, darunter eine Fortsetzung von „Ocean’s 8“ und ein Biopic über die australische Sängerin Kylie Minogue, bei dem Robbie möglicherweise Regie führen soll. Doch egal, wie voll ihr Terminkalender ist, sie findet immer Zeit, in ihre Heimat zurückzukehren. „Australien ist mein Anker. Es erdet mich und erinnert mich daran, wer ich wirklich bin“, sagte sie einmal. Diese Verwurzelung in einer Kleinstadt wie Dalby und die Geburt in der glitzernden Gold Coast machen sie zu einer einzigartigen Künstlerin, deren Weg noch lange nicht zu Ende ist. Die falsche Angabe ihres Geburtsortes mag sie ärgern, aber sie hat längst bewiesen, dass sie über solchen Kleinigkeiten steht. Sie ist mehr als nur eine Schauspielerin – sie ist ein Symbol für die australische Kultur in der globalen Unterhaltungsindustrie.
Source: Promiflash.de News