Bill Kaulitz hat in der aktuellen Folge seines Podcasts „Kaulitz Hills“ deutliche Worte über Anne Hathaway gefunden. Der Tokio-Hotel-Sänger betont zwar, dass er die Schauspielerin als Darstellerin schätze, doch ihr Auftreten in Interviews findet er wenig sympathisch. „Ich finde die ja toll, ich seh sie als Schauspielerin gerne“, sagt er. „Aber ich finde sie so unsympathisch, wenn ich sie im Interview sehe, das muss ich wirklich sagen.“ Sein Zwillingsbruder Tom Kaulitz reagiert zunächst zustimmend, relativiert die Einschätzung später jedoch mit einem entscheidenden Hinweis: Man kenne Hathaway schließlich nicht persönlich.
Schlagzeile und Kernfakten
- Bill Kaulitz äußert in seinem Podcast Kritik an Hollywoodstar Anne Hathaway.
- Er schätzt sie als Schauspielerin, findet sie in Interviews aber unsympathisch.
- Tom Kaulitz entgegnet, dass man die Schauspielerin nicht persönlich kenne.
- Hathaway absolviert hochschwanger zahlreiche Red-Carpet-Termine und ist 2026 in fünf Filmen zu sehen.
- Bill Kaulitz verweist auf einen Friseur, der Hathaway 2024 kritisiert hatte.
- Ein Sprecher der Oscar-Preisträgerin wies diese Vorwürfe als unwahr zurück.
- Zusätzlich erwähnt Bill Kaulitz, Hathaway habe ihn in Heidi Klums Restaurant nicht gegrüßt.
Ein Podcast als Hollywood-Brennglas
Die Kaulitz-Brüder wollen in ihrem wöchentlichen Podcast „Senf aus Hollywood“ liefern. Oft verquatschen sich Bill und Tom Kaulitz zwischen Oktoberfest, ZDF und Nationalmannschaft jedoch im deutschen Paralleluniversum. In der aktuellen Folge blicken die Tokio-Hotel-Zwillinge, die seit 2010 in Los Angeles leben, aber einmal auf die ihnen wohnlich sehr nahe Glamourwelt. Genau daraus entsteht der Reiz der Episode: Zwei deutsche Musiker, die in Hollywood zu Hause sind, sprechen über eine der bekanntesten Schauspielerinnen der Welt. Dabei vermischen sich Bewunderung für ihr Arbeitspensum, persönliche Ablehnung und Anekdoten aus dritter Hand.
Fünf Filme und ein voller Red-Carpet-Kalender
Auslöser der Debatte ist zunächst Anne Hathaways prall gefüllter Terminkalender. Die 43-Jährige ist hochschwanger und hat in diesem Jahr dennoch besonders viele Red-Carpet-Termine absolviert. Zuletzt trug sie zur Premiere ihres neuen Films „Verity“ in New York eine schwarze Robe von Prabal Gurung. Auf Instagram werden die Babybauch-Auftritte gefeiert. Sie wird dort als Beauty-Queen bezeichnet, als „ultimative und unglaublichste Schauspielerin der Welt“ und als „absolut erstaunliche, wunderschöne Frau“.
Auch Bill und Tom Kaulitz zeigen sich zunächst beeindruckt von Hathaways Pensum. Fünf Filme, fünf Genres: Es war ein hektisches Jahr für den Star aus „Der Teufel trägt Prada“. Bill Kaulitz fragt angesichts des vollen Terminkalenders: „Das ist so krass. Wann macht die das alles?“ Hathaway spielte dieses Jahr nicht nur in „Verity“ und der Fortsetzung von „Der Teufel trägt Prada“. Sie ist auch im Musikfilm „Mother Mary“, in Christopher Nolans „Odyssee“ sowie in „The End of Oak Street“ zu sehen, einem nostalgischen Film über Familienwerte in apokalyptischen Zeiten. Auch die Kaulitz-Brüder haben ihn gesehen.
Bewunderung für die Arbeit, Ablehnung im Interview
Doch vor der Kritik zum Film kommt die Kritik an der Hauptdarstellerin. „Ich finde die ja toll, ich seh sie als Schauspielerin gerne“, sagt Bill Kaulitz unter der Zustimmung seines Bruders zu Anne Hathaway. „Aber ich finde sie so unsympathisch, wenn ich sie im Interview sehe, das muss ich wirklich sagen.“ Der Tokio-Hotel-Sänger zitiert als Beleg das Interview eines Star-Frisörs. Dieser habe gesagt, Anne Hathaway sei die schlimmste Frau, die er jemals gestylt habe. Und er habe viele prominente Kundinnen gehabt: Gwyneth Paltrow zum Beispiel und andere Filmlegenden. Aber: „Anne Hathaway is a different beast.“ Bill Kaulitz kann sich das vorstellen: „Die ist ganz schwierig.“ In Interviews versuche Hathaway zwar, sympathisch zu wirken, das klappe aber nicht wirklich. Tom Kaulitz wirft ein: „Naja, wir kennen sie ja nicht.“
Der Friseur-Vorwurf und die Reaktion
Bill Kaulitz bezieht sich vermutlich auf Äußerungen des Hollywood-Haarstylisten Emanuel Miller. Dieser hatte Anne Hathaway 2024 in einer viel beachteten Episode des Podcasts „What It Was Like“ als eine seiner schlimmsten Klientinnen bezeichnet. Miller gab an, dass sie ihn während der Dreharbeiten zu einem Film in Los Angeles wie einen „Diener“ behandelt und ihn kaum als Menschen wahrgenommen habe. Der Stylist, der am Set berühmter Filme wie „Kill Bill“ oder „Inglourious Basterds“ etliche Top-Stars frisierte, packte in diesem Zuge auch über andere frostige Begegnungen mit Prominenten wie Jennifer Lopez und Blake Lively aus.
Kurz nach der Veröffentlichung der Podcast-Folge ließ ein Sprecher der Oscar-Preisträgerin ein Statement über ein US-Promimagazin veröffentlichen. Darin hieß es kurz und knapp, dass die Behauptungen von Emanuel Miller „schlichtweg unwahr“ seien und die Situation am Set völlig falsch dargestellt wurde. Sie bestritt vehement, ihn herablassend oder wie einen Bediensteten behandelt zu haben. Für die Einordnung der Kaulitz-Kritik ist dieser Widerspruch wichtig: Der zentrale Beleg für die Einschätzung, Hathaway sei „ganz schwierig“, stammt aus einer einzelnen, bestrittenen Darstellung.
Kein Gruß im Restaurant
Bill Kaulitz lässt den Einwand seines Bruders jedoch nicht gelten. Hathaway sei ja auch einmal in Heidi Klums Restaurant gekommen und habe nicht „Hallo“ gesagt.
Source: Berliner Zeitung News