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Xiaomi: Lei Jun kündigt Verkaufsstart für E-Auto an

Nov 02, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
Xiaomi: Lei Jun kündigt Verkaufsstart für E-Auto an

Xiaomi: Lei Jun kündigt Verkaufsstart für E-Auto an

Der chinesische Elektronikkonzern Xiaomi hat den Verkaufsstart seines ersten Elektroautos für Ende März angekündigt. Konzernchef Lei Jun teilte am Dienstag in einem chinesischen Onlinedienst mit, der Xiaomi SU7 werde ab dem 28. März im Handel sein. Gezeigt wurde zugleich ein Foto des Fahrzeugs, das bereits im Dezember präsentiert worden war. An der Börse in Hongkong reagierte die Xiaomi-Aktie auf die Nachricht mit einem Sprung von fast zehn Prozent nach oben.

Die wichtigsten Fakten

  • Verkaufsstart: Der Xiaomi SU7 soll ab dem 28. März erhältlich sein.
  • Ankündigung: Xiaomi-Chef Lei Jun verbreitete den Termin über einen chinesischen Onlinedienst.
  • Modell: Das erste Elektroauto des Konzerns trägt den Namen SU7; in der Berichterstattung ist auch vom SU7 MAX die Rede.
  • Börsenreaktion: Die Xiaomi-Aktie legte in Hongkong um fast zehn Prozent zu.
  • Produktion: Das Fahrzeug wird vom chinesischen Autokonzern BAIC gebaut.
  • Batterien: Als Lieferanten gelten der Autohersteller BYD und der Batteriespezialist CATL.
  • Langfristziel: Lei Jun will Xiaomi in zehn bis zwanzig Jahren unter die fünf größten E-Auto-Hersteller der Welt führen.
  • Vorgeschichte: Xiaomi kündigte Anfang 2021 den Einstieg ins Auto-Geschäft an und gründete wenige Monate später eine eigene Autotochter.

Ein Technologiekonzern auf neuem Terrain

Xiaomi ist bislang vor allem als Hersteller von Smartphones, Tablets, Smartwatches, Kopfhörern und E-Rollern bekannt. Das Unternehmen zählt zu den größten Smartphone-Anbietern der Welt und hat in den vergangenen Jahren ein breites Ökosystem aus vernetzten Geräten aufgebaut. Der Schritt in die Automobilbranche ist für den Konzern deshalb kein kleiner Nebenschauplatz, sondern eine der größten Erweiterungen seiner Geschichte. Fahrzeuge gelten als komplexe Produkte mit langen Entwicklungszyklen, hohen Investitionen und strengen Sicherheitsanforderungen. Gleichzeitig verspricht sich Xiaomi von Elektroautos einen Zugang zu einem Markt, der in China bereits heute enorme Volumina erreicht und weltweit weiter wächst.

Die Ankündigung des Verkaufsstarts ist für Xiaomi ein wichtiger Moment. Seit dem Einstieg in die Autoentwicklung waren mehrere Jahre vergangen, in denen das Unternehmen Pläne, Prototypen und Produktionsstrukturen vorantreiben musste. Nun steht ein konkretes Datum. Der 28. März markiert den Übergang von der Ankündigungsphase in den tatsächlichen Handel. Für ein Unternehmen, das seine Kunden bislang vor allem über Elektronikprodukte erreicht, bedeutet das eine neue Form der Sichtbarkeit: Fahrzeuge werden in Ausstellungsräumen gezeigt, probegefahren und über Händler- und Servicenetze betreut. Der Aufbau dieser Strukturen ist aufwendig und dürfte mit darüber entscheiden, wie schnell Xiaomi im Automarkt Fuß fassen kann.

Warum der Zeitpunkt strategisch bedeutsam ist

Der chinesische Markt für Elektroautos ist der größte der Welt. In der Volksrepublik gibt es bereits zahlreiche Anbieter, darunter etablierte Hersteller wie BYD und jüngere Unternehmen wie Nio. Der Wettbewerb ist intensiv, die Preise stehen unter Druck, und die Modellzyklen sind kurz. Für einen neuen Anbieter ist es daher entscheidend, nicht nur ein technisch überzeugendes Fahrzeug zu präsentieren, sondern auch Produktion, Lieferkette und Vertrieb zu beherrschen. Xiaomi setzt dabei auf bekannte Partner: Der Autokonzern BAIC übernimmt die Produktion, die Batterien kommen von BYD und CATL. Diese Zusammenarbeit kann helfen, Anlaufrisiken zu verringern und Kapazitäten schneller nutzbar zu machen. Zugleich bleibt Xiaomi auf die Zuverlässigkeit seiner Partner angewiesen.

Die Börsenreaktion zeigt, dass Anleger dem Schritt zunächst positiv gegenüberstehen. Ein Kursanstieg von fast zehn Prozent ist ein deutliches Signal. Er spiegelt die Erwartung, dass Xiaomi seine Bekanntheit, seine Softwarekompetenz und seine große Kundengemeinschaft in das Auto-Geschäft einbringen kann. Ob sich diese Erwartung erfüllt, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Ein Elektroauto ist nicht nur ein weiteres vernetztes Gerät. Es muss im Alltag zuverlässig funktionieren, hohe Sicherheitsstandards erfüllen und über Jahre hinweg gewartet werden können. Zudem sind die Margen im Automobilbau oft niedriger als in Teilen der Unterhaltungselektronik. Xiaomi muss daher beweisen, dass es dauerhaft profitabel produzieren und gleichzeitig die Qualitätserwartungen seiner Kunden erfüllen kann.

Produktion, Batterien und Lieferkette

Die Produktion durch BAIC und die Batterielieferungen von BYD und CATL sind für Xiaomi aus mehreren Gründen relevant. BAIC verfügt über Erfahrung in der Fahrzeugfertigung und über bestehende industrielle Strukturen. BYD ist nicht nur ein großer Autohersteller, sondern auch stark in der Batterietechnik. CATL gilt als einer der führenden Batteriehersteller der Welt. Für ein neues Automodell bedeutet diese Kombination eine gewisse Absicherung bei zentralen Komponenten. Besonders die Batterie ist ein kostenintensiver und technisch anspruchsvoller Bestandteil eines Elektroautos. Reichweite, Ladeleistung, Haltbarkeit und Sicherheit hängen maßgeblich von ihr ab. Xiaomi kann damit auf spezialisierte Zulieferer zurückgreifen, statt alle Schlüsseltechnologien selbst entwickeln zu müssen.

Gleichzeitig zeigt die Partnerschaft, wie arbeitsteilig die chinesische Elektroautoindustrie inzwischen aufgestellt ist. Batterien, Fahrzeugplattformen, Software und Fertigungskapazitäten sind häufig auf verschiedene Unternehmen verteilt. Für neue Marktteilnehmer kann das den Einstieg erleichtern. Es erhöht aber auch die Abhängigkeit von Partnern und macht die Koordination komplexer. Xiaomi muss sicherstellen, dass Produktion, Qualitätskontrolle und Lieferzeiten zusammenpassen. Der Verkaufsstart am 28. März ist daher nicht nur ein Marketingtermin, sondern auch ein Test für die industrielle Umsetzung des Projekts.

Apple als Gegenbeispiel

Xiaomi ist nicht der erste Smartphone-Hersteller, der Pläne für ein Elektroauto verfolgte. Auch Apple hatte über Jahre an einem entsprechenden Projekt gearbeitet. Ende Februar soll der Tech-Konzern seine Pläne jedoch aufgegeben haben. Dieses Beispiel zeigt, wie schwierig der Einstieg in die Automobilbranche sein kann. Hohe Entwicklungskosten, lange Zeiträume bis zur Marktreife und ein intensiver Wettbewerb machen das Geschäft risikoreich. Für Xiaomi bedeutet das nicht automatisch, dass das eigene Projekt scheitern muss. Es unterstreicht aber


Source: Manager Magazin News


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