Tom Cruise (64) ist bekannt dafür, alle Stunts selbst zu übernehmen – auch wenn Stuntleute und Produzenten ihn regelmäßig bitten, auf eigene Waghalsigkeiten zu verzichten. Bei den Dreharbeiten des Science-Fiction-Films „Edge of Tomorrow“ aus dem Jahr 2014 hat sich das Blatt jedoch gewendet: Für eine Szene sollte Co-Star Emily Blunt (43) den Stunt übernehmen und brachte beide damit in eine brenzlige Situation.
In einer Actionszene sollte sie ein altes Fahrzeug mit Anhänger steuern – Tom saß dabei auf dem Beifahrersitz. Beim zweiten Take forderte der Stuntkoordinator mehr Tempo, woraufhin Emily die Kontrolle verlor. Die Schauspielerin erzählte damals in der Late-Night-Show „Conan“ humorvoll von dem brenzligen Moment: „Ich raste diesen Weg entlang und Tom war ganz still neben mir, aber plötzlich hörte ich ihn leise sagen, als wir auf die Kurve zufuhren: 'Bremsen. Bremsen. Brems, Em, brems das Auto! Brems das Auto!' Und ich war zu spät dran... also fuhren wir gegen einen Baum und ich habe Tom Cruise beinahe umgebracht.“ Zum Glück kamen beide mit einem Schrecken davon und können im Nachhinein herzlich über die Situation lachen.
„Edge of Tomorrow“, der auch unter dem Titel „Live. Die. Repeat.“ bekannt ist, gilt laut den Bewertungsportalen IMDb und Rotten Tomatoes als Toms bester Sci-Fi-Film – noch vor „Minority Report“. Der actiongeladene Alien-Blockbuster kam sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum super an und spielte weltweit 370 Millionen US-Dollar ein. Seit Jahren kursieren Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung des Films, in dem Tom und Emily als Action-Duo zu sehen sind. Durch einen Vertrag, den der Schauspieler 2024 mit Warner Bros. abschloss, soll das Projekt nun hohe Priorität genießen. Wann genau ein zweiter Teil realisiert werden kann, ist jedoch noch offen – beide Hauptdarsteller haben aktuell prall gefüllte Terminkalender.
Tom Cruises Hingabe zu realistischen Stunts ist legendär. Von den Hochhausstürzen in „Mission: Impossible“ bis hin zu Kampfjets und Motorradsprüngen: Der Schauspieler hat sich einen Ruf als einer der waghalsigsten Actionstars Hollywoods erarbeitet. Oft trainiert er monatelang, um seine Stunts selbst ausführen zu können. Doch in diesem Fall war es Emiliy Blunt, die sich als Fahrerin versuchte – und dabei fast einen Unfall verursachte. Die 43-jährige Britin, die für ihre Rollen in „A Quiet Place“ und „The Devil Wears Prada“ bekannt ist, bewies auch hier ihren Humor. In Interviews betonte sie, dass Tom Cruise selbst während des Unfalls ruhig blieb und sie nicht anbrüllte, sondern leise Anweisungen gab.
Der Unfall ereignete sich auf einem abgesperrten Gelände in den Leavesden Studios außerhalb Londons. Der Fahrzeuganhänger war leer, aber der Baum, den sie trafen, war massiv. Glücklicherweise war die Geschwindigkeit noch nicht zu hoch, sodass der Aufprall moderat ausfiel. Beide Schauspieler trugen Sicherheitsgurte, und nach dem Schock konnten sie die Szene fortsetzen. Emily Blunt scherzte später: „Tom war so cool, dass er einfach ausstieg und sagte: 'Okay, das war knapp, lass es noch einmal machen.'“
Der Film „Edge of Tomorrow“ basiert auf der japanischen Light-Novel „All You Need Is Kill“ von Hiroshi Sakurazaka. Die Handlung dreht sich um Major William Cage (Cruise), der in einer Zeitschleife gefangen ist und immer wieder den Kampf gegen außerirdische Invasoren erlebt. Emily Blunt spielt die Veteranin Rita Vrataski, die Cage trainiert. Die ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction, Action und Komödie wurde von Regisseur Doug Liman inszeniert und erhielt überwältigend positive Kritiken. Auf Rotten Tomatoes liegt der Film bei 91 Prozent, und auch die Zuschauerwertungen sind herausragend.
Die Zusammenarbeit zwischen Cruise und Blunt war Berichten zufolge sehr professionell und freundschaftlich. Blunt erzählte, dass Cruise ihr während der Dreharbeiten Ratschläge für Actionszenen gab, sie aber auch ermutigte, ihre eigenen Grenzen auszutesten. Der Unfall war ihr peinlich, aber Cruise nahm es mit Humor. Seitdem scherzen beide darüber und planen offenbar, für eine Fortsetzung wieder zusammenzuarbeiten.
Die Gerüchte über „Edge of Tomorrow 2“ halten sich seit Jahren. 2024 bestätigte Cruise in einem Interview, dass das Drehbuch in Arbeit sei, und der Deal mit Warner Bros. soll einen Zeitrahmen für die Produktion vorsehen. Allerdings ist Cruises Terminkalender voll: Er dreht derzeit mehrere „Mission: Impossible“-Filme und bereitet sich auf eine mögliche Weltraummission vor. Auch Emily Blunt ist ausgelastet – sie spielt in „Oppenheimer“ und mehreren Indie-Produktionen. Dennoch zeigen beide Interesse an einer Fortsetzung, die offenbar den Titel „Edge of Tomorrow: Live Die Repeat and Repeat“ tragen soll. Fans hoffen, dass es bald konkrete Termine gibt.
Der Unfall auf dem Set ist längst vergessen, aber er zeigt, wie riskant Stunts selbst für erfahrene Profis sein können. Emily Blunts Offenheit in Interviews hat die Story zu einer Anekdote gemacht, die Fans lieben. Die Schauspielerin, die für ihre komödiantischen und dramatischen Rollen geschätzt wird, bewies, dass sie nicht nur auf dem roten Teppich, sondern auch hinter dem Steuer eines Stuntfahrzeugs für Überraschungen sorgen kann.
Zur Erinnerung: Tom Cruise selbst hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Verletzungen erlitten, darunter einen gebrochenen Knöchel bei einem Sprung von einem Gebäude für „Mission: Impossible – Fallout“ und eine fast tödliche Episode bei einem Motorradsturz. Dennoch bleibt er einer der wenigen Schauspieler, die fast alle Stunts selbst ausführen. „Edge of Tomorrow“ bleibt ein Highlight in seinem Sci-Fi-Repertoire, und die Anekdote mit Emily Blunt fügt eine weitere unterhaltsame Facette hinzu.
Abschließend lässt sich sagen: Der Unfall zeigt, dass selbst die größten Stars manchmal den Kopf bewahren müssen. Emily Blunts Erzählung ist nicht nur ein Beweis für ihren Humor, sondern auch für die professionelle Einstellung von Tom Cruise, der selbst in gefährlichen Situationen ruhig bleibt. Die Vorfreude auf eine mögliche Fortsetzung bleibt groß, und vielleicht wird es dort wieder eine waghalsige Szene geben – hoffentlich ohne Baum.
Source: Promiflash.de News