Staatsbürgerschaft und Herkunft
Ana de Armas wurde am 30. April 1988 in Havanna, Kuba, geboren. Ihre Großeltern spanischer Abstammung ermöglichten ihr neben der kubanischen auch die spanische Staatsbürgerschaft. Aufgewachsen in der kubanischen Hauptstadt, entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für die Schauspielerei. Bereits als Teenager besuchte sie die nationale Schauspielschule in Havanna, wo sie eine solide Grundausbildung erhielt. Mit 16 Jahren gab sie ihr Filmdebüt im Krimidrama „Una rosa de Francia“ – ein erster Schritt in eine außergewöhnliche Karriere. Nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, stand sie vor einer entscheidenden Wahl: in Kuba bleiben, aber mit den dortigen Beschränkungen leben, oder das Land verlassen, um international Karriere zu machen. Sie entschied sich für Letzteres.
Frühe Karriere in Kuba und Spanien
Mit gerade einmal 18 Jahren verließ Ana de Armas ihre Heimat Kuba. Der Grund: Hätte sie die Schauspielschule regulär beendet, wäre sie drei Jahre lang nicht ausreiseberechtigt gewesen. Also brach sie ab und machte sich mit nur 200 Euro in der Tasche auf den Weg nach Madrid. In einem Interview mit dem „W Magazine“ sagte sie später: „Kuba war ein guter Anfang, aber ich wusste, dass ich dort keine richtige Karriere machen würde.“ Ihr Plan ging auf: Bereits in ihrer ersten Woche in Spanien erhielt sie eine Rolle in der erfolgreichen TV-Serie „El Internado – Laguna Negra“. Diese Serie machte sie in Spanien über Nacht bekannt. Nach 56 Folgen folgten weitere Engagements, unter anderem in „Hispania, la leyenda“. In Spanien etablierte sie sich als vielversprechende Nachwuchsschauspielerin, doch das reichte ihr nicht. Sie wollte nach Hollywood, den größten Filmmarkt der Welt.
Der Sprung nach Hollywood
2014 zog Ana de Armas nach Los Angeles. Zu diesem Zeitpunkt sprach sie kaum Englisch, sondern nur Spanisch. Um sich auf dem amerikanischen Markt durchzusetzen, absolvierte sie einen viermonatigen Intensiv-Sprachkurs. Heute spricht sie neben ihrer Muttersprache fließend Englisch – ein Beweis für ihren Ehrgeiz. Ihr erster Hollywood-Film war der Horror-Thriller „Knock Knock“ (2015), in dem sie an der Seite von Keanu Reeves spielte. Es folgte „Hands of Stone“ mit Robert De Niro sowie „War Dogs“ (2016) und „Overdrive“ (2017). Der große Durchbruch gelang ihr 2017 mit „Blade Runner 2049“, wo sie gemeinsam mit Ryan Gosling, Harrison Ford und Jared Leto vor der Kamera stand. Der Film wurde ein kommerzieller Erfolg und öffnete ihr die Türen zu größeren Projekten.
Die wichtigsten Filme
Nach „Blade Runner 2049“ folgte 2019 die Hauptrolle in Rian Johnsons Krimikomödie „Knives Out – Mord ist Familiensache“. Ihre Darstellung der Marta Cabrera brachte ihr eine Golden-Globe-Nominierung ein und machte sie endgültig zum Star. Am Set lernte sie Daniel Craig kennen, der sie später für die Rolle des Bond-Girls in „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ (2021) empfohlen haben soll. Im selben Jahr übernahm sie die Hauptrolle im Netflix-Biopic „Blonde“ über Marilyn Monroe. Obwohl der Film kontrovers diskutiert wurde, erhielt de Armas für ihre intensive und einfühlsame Darstellung erneut eine Golden-Globe-, sowie eine Oscar-Nominierung – eine der höchsten Auszeichnungen der Filmbranche. 2025 wird sie im Spin-off „From the World of John Wick: Ballerina“ erneut mit Keanu Reeves zusammenarbeiten. In diesem Actionfilm spielt sie eine Balletttänzerin, die zur Auftragskillerin wird. Daneben sind weitere Projekte in Planung, unter anderem mit Regisseuren wie Tom Cruise, mit dem sie angeblich an mehreren Filmen arbeitet.
Privatleben und Beziehungen
Ana de Armas war von 2011 bis 2013 mit dem spanischen Schauspieler Marc Clotet verheiratet. Nach der Scheidung verließ sie Spanien und lernte 2019 während der Dreharbeiten zu „Deep Water“ Ben Affleck kennen. Die beiden wurden ein Paar und lebten gemeinsam in Los Angeles. Die Beziehung hielt etwa zwei Jahre, dann trennten sie sich. Als Grund wurde genannt, dass de Armas sich eine Familie wünschte, Affleck aber nicht bereit für diesen Schritt war. Nach der Trennung hielt sie ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Im November 2024 kamen Gerüchte über eine Beziehung mit dem Stiefsohn des kubanischen Präsidenten, Manuel Anido Cuesta, auf. Anfang 2025 sorgten dann Sichtungen mit Tom Cruise für Schlagzeilen. De Armas selbst wich in einem Interview mit „Good Morning America“ aus und sagte lediglich: „Wir arbeiten definitiv an vielen Dingen – nicht nur an einem, sondern an mehreren Projekten.“ Offiziell bestätigt ist keine der Beziehungen. Abseits der Spekulationen konzentriert sie sich auf ihre Karriere und bleibt eine der gefragtesten Schauspielerinnen in Hollywood.
Interessante Fakten
Ana de Armas hat eine seltene Form der Heterochromie: Sie hat zwei unterschiedliche Augenfarben – grün und braun. Diese zentrale Heterochromie ist bei Menschen sehr selten, aber harmlos. Ein weiteres bemerkenswertes Detail: Die Schauspiellegende Jamie Lee Curtis gab in einem Interview mit dem Magazin „Elle“ zu, de Armas am Set von „Knives Out“ zunächst falsch eingeschätzt zu haben. Curtis hielt die Kubanerin für eine unerfahrene junge Frau, weil sie aus Kuba kam – obwohl de Armas bereits in Filmen wie „War Dogs“ und „Blade Runner 2049“ mitgewirkt hatte. Curtis zeigte sich später reumütig und lobte die Professionalität und das Talent der Kollegin. Ana de Armas hat damit nicht nur bewiesen, dass sie sich gegen Vorurteile durchsetzen kann, sondern auch, dass ihr Weg von Havanna über Madrid nach Hollywood kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und außergewöhnlicher Entschlossenheit ist.
Source: watson.de News