Washington, D.C. – Die UFC schrieb Geschichte. Am 16. Juni 2026 fand vor dem Weißen Haus das legendäre Event UFC Freedom 250 statt. Unter den Augen von Präsident Donald Trump, der seinen 80. Geburtstag feierte, lieferten die besten MMA-Kämpfer der Welt einen unvergesslichen Abend. Im Mittelpunkt: der Leichtgewichts-Titelkampf zwischen Champion Ilia Topuria und Herausforderer Justin Gaethje.
Der Kampf begann furios. Gaethje, bekannt für seine Schlagkraft, attackierte sofort. Topuria zeigte keinen Respekt und ging ins offene Duell. Die erste Runde wurde zur Materialschlacht. Gaethje landete harte Jabs, Topuria konterte mit Körpertreffern. In der zweiten Runde suchte Topuria vermehrt den Bodenkampf, nach einem Lebertreffer brachte er Gaethje zu Boden und versuchte eine Aufgabe. Gaethje wehrte sich jedoch und kam zurück in den Stand. Runde drei brachte die Wende. Gaethje traf mit einer rechten Geraden, Topuria ging zu Boden, rappelte sich aber wieder auf. In der Pause deutete Topuria an, nicht mehr klar zu sehen, doch der Ringarzt ließ ihn nach Diskussion weiterkämpfen. Die vierte Runde brachte die Entscheidung: Gaethje landete mehrere Uppercuts und ein Knie in den Rippen von Topuria, woraufhin dessen Ecke das Handtuch warf. Justin Gaethje war neuer Champion.
„Ich wollte etwas Legendäres liefern – und das war es“, sagte Gaethje nach dem Kampf. Der 37-jährige Amerikaner aus Arizona hatte sich damit seinen lang ersehnten UFC-Titel gesichert. Es war der Höhepunkt einer Karriere, die ihn von WSOF über die UFC bis zum Champion gemacht hat. Topuria, der ungeschlagene Spanier mit georgischen Wurzeln, musste seine erste Niederlage hinnehmen. Seine Dominanz im Leichtgewicht, die er zuvor gegen Alexander Volkanovski und andere aufgebaut hatte, war jäh beendet.
Pereira scheitert im dritten Anlauf
Im zweiten Titelkampf des Abends sollte Alex Pereira Geschichte schreiben. Der Brasilianer, ehemaliger Champion im Mittelgewicht und Halbschwergewicht, wollte als erster UFC-Kämpfer in drei Gewichtsklassen Champion werden. Dazu trat er im Schwergewicht gegen Ciryl Gane an. Die erste Runde war ausgeglichen. Pereira hielt mit Legkicks dagegen, Gane traf mit Körperschlägen. Doch in Runde zwei drehte der Franzose auf. Mit einem krachenden Jab schüttelte er Pereira durch und setzte mit einer Schlagserie nach. Pereira kämpfte, doch nach einem linken Haken brach der Referee den Kampf ab. Ciryl Gane war neuer Interim-Champion im Schwergewicht und forderte sofort den eigentlichen Champion Tom Aspinall für September in Paris.
Der Sieg von Gane war ein Statement. Der 34-jährige Franzose, der bereits 2022 um den Titel gegen Francis Ngannou kämpfte, zeigte seine Vielseitigkeit. Pereira erlitt seine dritte Niederlage in der UFC und muss sich nun neu orientieren. Der Traum von drei Titeln bleibt vorerst unerreicht.
O'Malley siegt im Bantamgewicht
Sean O'Malley, einer der populärsten Kämpfer der UFC, wollte sich für eine Titelchance empfehlen. Gegen den Kanadier Aiemann Zahabi hatte er zunächst Probleme. Zahabi hielt mit Legkicks Distanz und brachte O’Malley aus dem Rhythmus. In Runde zwei nutzte O’Malley dann seine Reichweite. Eine Eins-Zwei-Kombination traf Zahabi, der daraufhin zu Boden ging. Der Referee beendete den Kampf. O'Malley feierte seinen 33. Sieg und darf nun auf einen Titelkampf hoffen.
Der Kampf zwischen Derrick Lewis und Josh Hokit endete überraschend. Lewis, der Schwergewichtsveteran, hatte in Runde eins noch Glück, als die Rundenpause ihn vor einem Armhebel rettete. In Runde zwei dominierte Hokit jedoch klar. Der 29-jährige Newcomer trieb den erschöpften Lewis vor sich her und beendete den Kampf mit einer Schlagserie. Hokit feierte damit den größten Sieg seiner Karriere.
Ruffy beendet Chandler in Rekordzeit
Im Leichtgewicht traf Michael Chandler auf Mauricio Ruffy. Der Brasilianer zeigte eine kreative Schlagtechnik. Mit niedriger Deckung feuerte er Drehkicks und Schläge aus der Hüfte. Chandler hatte keine Antwort. Ein Drehkick traf ihn am Kopf, Chandler ging zu Boden, und Ruffy beendete den Kampf mit zwei Nachschlägen. Nach dem Sieg hielt Ruffy um die Hand seiner Freundin an – sie sagte Ja. Es war einer der emotionalsten Momente des Abends.
Weitere Ergebnisse: Bo Nickal besiegte Kyle Daukas im Mittelgewicht durch TKO in Runde eins. Diego Lopes schlug Steve Garcia im Federgewicht in Runde zwei. Die UFC Freedom 250 wird als eines der denkwürdigsten Events in der Geschichte der Organisation in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der spektakulären Kämpfe, sondern auch wegen der einzigartigen Kulisse vor dem Weißen Haus.
Source: ntv.de News